Alfred Fankhauser

Inventar seines Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv



Inventar erstellt von Lukas Dettwiler, 2006








Schweizerisches Literaturarchiv

Hallwylstrasse 15
CH-3003 Bern


E-Mailadresse: arch.lit@nb.admin.ch



Findmittel codiert von Lukas Dettwiler August 2006


Übersicht

Autor/Urheber : Fankhauser, Alfred (1890-1973)
Titel : Nachlass
Eckdaten der Dokumente : 1914-1971
Zusammenfassung : Manuskripte, Typoskripte (Prosa, Lyrik, Dramatik, Sachbücher zur Astrologie), Briefe, Lebensdokumente, Publikationen, Rezensionen
Umfang : 21 Archivschachteln
Signatur : SLA-FANK

Alfred Fankhauser, Titelblatt Die Berner Woche, Nr. 45, 2. Nov. 1940

Biographie von Alfred Fankhauser

Alfred Fankhauser wurde am 4.11.1890 in Gysenstein (BE) als Bürger von Trub (BE) geboren. Nach der Volksschule absolvierte er in Bern das Lehrerseminar Muristalden. 1910 wurde er Lehrer im Weiler Rothenbaum bei Heimiswil, den er 1914 im Erstling Rosenbaum zum Schauplatz einer Liebesgeschichte machte. Während des Studiums der Geschichte und der Psychologie in Bern, das er 1920 mit dem Dr. phil. I. abschloss, war er mit Karl Radek befreundet und engagierte sich zunehmend für den Sozialismus. Fankhauser war ab 1920 Theaterkritiker der sozialdemokratischen Tageszeitung „Berner Tagwacht“ und ab 1925 als Astrologe tätig, in den letzten Jahren auch als Maler. Als Autor versuchte er mit Stücken wie Chrützwäg (1917) dem Berner Dialekttheater neue Impulse zu geben. Expressionistische Ansätze weisen die Romane Der Gotteskranke (1921) und Die Brüder der Flamme (1925) auf. Mit Engel und Dämonen (1926), der Fortsetzung von Die Brüder der Flamme verliess Fankhauser das Feld des Experimentellen, um in der Folge formal traditionelle, aber sozialkritisch engagierte Romane zu schreiben. Fankhauser war fünf Mal verheiratet. Er starb am 22.2.1973 in Köniz (BE).

Umfang und Inhalt der Dokumente

Der Nachlass von Alfred Fankhauser setzt sich aus mehreren Sammlungen oder Teilnachlässen zusammen, die das SLA als Schenkungen erhalten hat. Sie bestehen zur Hauptsache aus Manuskripten und Typoskripten der literarischen Werke in verschiedenen Entwicklungsstufen sowie den umfangreichen astrologischen Unterlagen. Bei der Korrespondenz sind die Briefe von Fankhauser an den mit ihm befreundeten Kunstmaler Alfred Glaus (1890-1971) hervorzuheben. Lebensdokumente sind, Testatheft austgenommen, keine vorhanden.


Administrative Informationen

Organisation der Dokumente

Die 4 Teil-Nachlässe oder Sammlungen sind:
- 1. Sammlung H. & K. Fankhauser
- 2. Sammlung Glaus
- 3. Sammlung Gasser
- 4. Sammlung Bärtschi

Ordnung des Nachlasses

Die Dokumente und Materialien aus den 4 Sammlungen sind je in sich nach A: Werke, B: Briefe, C: Lebensdokumente, D: Sammlungen verzeichnet worden. Alle Unterlagen wurden bei der Erschliessungsarbeit in säurefreie Umschläge und Mappen abgelegt. Im Sinn einer weiteren konservatorischen Massnahme wurden zudem einzelne Typoskripte und Manuskripte blattweise mit säurefreien grünen Trennblättern versehen. Ts.-buch: ein umfangreiches Ts., das zu einem Buch "gebunden" wurde. Ts.-heft: ein meist mittels Faden zu einem Heft gebundenes kürzeres Typoskript oder Manuskript. Bei paginierten Ts. wird die Anzahl Seiten angegeben (S.), bei unpaginierten die Anzahl Blatt oder Blätter (Bl.).

Abkürzungen und Legende

AF Alfred Fankhauser
Beil. Beilage
Fk. Fotokopie
Pkt. Postkarte
Ztga. Zeitungsausschnitt(e)


Zugang

Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.


Bevorzugte Zitierweise:

Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Nachlass Alfred Fankhauser

Erwerb / Quelle

Das SLA hat den Nachlass Fankhauser als Schenkungen von den folgenden Personen erhalten: Die Sammlung H. & K. Fankhauser von der Witwe Helene Fankhauser und Tochter Katharina Fankhauser. Die Sammlung Glaus von Vreni Glaus, der Tochter des Kunstmalers Alfred Glaus (1890-1971), der mit Fankhauser befreundet war. Die Sammlung Gasser von Alfred Gasser, der sie von seinem Vater Fritz Gasser (1897-1967) geerbt hatte. Dieser, aufgewachsen in Rüegsauschachen, besuchte die Verkehrsklasse des Gymnasiums Burgdorf, war später Postverwalter in Huttwil und in den zwanziger Jahren mit Alfred Fankhauser befreundet. Die Sammlung Bärtschi hatte Christian Bärtschi von der Witwe Alfred Fankhausers erhalten. Christian Bärtschi war Brautführer, als Alfred Fankhauser 1970 seine fünfte Ehe einging.

Hinweise zur Erschliessung

Der Nachlass wurde von Lukas Dettwiler inventarisiert.

Inhaltsverzeichnis

1 Sammlung H. & K. Fankhauser
1-A-01 Prosa
1-A-01-a Romane
1-A-01-b Kleinere Manuskripte und Typoskript(hefte)
1-A-01-b-1 Legenden/Erzählungen
1-A-01-b-2 Novellen
1-A-01-b-3 Berndeutsche Erzählungen
1-A-01-b-4 Satiren
1-A-02 Dramatik
1-A-02-a Hörspiele
1-A-02-b Schauspiele
1-A-03 Soziologische Werke
1-D-01 Bücher Sammlung Katharina Fankhauser
2 Sammlung Glaus
2-A-01 Erzählerische Prosa (Roman, Erzählungen, Legenden)
2-A-02 Dramatik und Lyrik
2-B-01 Briefe von Alfred Fankhauser
2-D-01 Zeitschriften- und Zeitungs-Sammlungen
2-D-01-a Beiträge von Alfred Fankhauser in Zeitschriften
2-D-01-b Beiträge von Alfred Fankhauser in Zeitungen
2-D-02 Bibliographie
2-D-03 Bücher Sammlung Glaus
3 Sammlung Gasser
3-A-01 Erzählerische Prosa
3-A-01-a Peter Bucher Manuskripte
3-A-01-b Peter Bucher Typoskripte
3-A-01-c Novellen
3-A-01-d Essay
4 Sammlung Bärtschi
4-A-01 Typoskripte Literatur
4-A-02 Typoskripte Astrologie und Soziologie
4-B-01 Briefe von Alfred Fankhauser
4-C-01 Lebensdokumente
4-D-01 Publikationen von Alfred Fankhauser
4-D-02 Fremdmanuskripte
4-D-03 Sammlung Horoskope
4-D-04 Sammlung astrologischer Zeitschriften
4-D-05 Bücher Sammlung Bärtschi