Karl Stauffer-Bern

Inventar seines Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv



Inventar erstellt von Cyril Werndli, 2010








Schweizerisches Literaturarchiv

Hallwylstrasse 15
CH-3005 Bern


E-Mailadresse: arch.lit@nb.admin.ch



Findmittel codiert von Lukas Dettwiler Dezember 2010


Übersicht

Autor/Urheber : Stauffer-Bern, Karl (1857-1891)
Titel : Inventar seines Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv
Eckdaten der Dokumente : 1866/2008
Zusammenfassung : Manuskripte, Typoskripte, Briefe, Lebensdokumente, Sekundärliteratur, Zeitungsausschnitte, Publikationen
Umfang : 6 Archivschachteln
Signatur : SLA-KSB

Karl Stauffer-Bern. Nach einer Photographie. Stich u. Druck v. A. Weger, Leipzig
Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, Bern

Zu Leben und Werk des Autors

Karl Stauffer [genannt Stauffer-Bern] wird am 2.9.1857 in Trubschachen (Kt. Bern) geboren und besucht die Schulen von Bern. Von 1876 bis 1880 studiert er an der Akademie der Bildenden Künste in München. Von 1880 bis 1887/1888 lebt er in Berlin und arbeitet vorwiegend als Portraitist im Atelier von A. von Werner. Er macht sich einen Namen als Meisterradierer. Bis 1886 unterrichtet er auch an der"Malschule für Damen". Seit 1888 lebt Stauffer-Bern (wie er sich selbst nennt) in Rom und befasst sich mit der Bildhauerei. Die Liebesaffäre mit Lydia Welti-Escher, Tochter des Eisenbahnherr Alfred Escher, Ehefrau von Bundesratssohn Friedrich Emil Welti (mit dem er in Bern die Schule besucht hat) erschüttert nicht nur die schweizerische Gesellschaft. Stauffer-Bern kommt ins Gefängnis, begeht später einen Selbstmordversuch in Bern (Botanischer Garten). Lydia Welti-Escher gründet nach der Entlassung aus dem Irrenhaus (März 1890) die Gottfried Keller-Stiftung (September 1890), bevor sie im Dezember durch Freitod aus dem Leben scheidet. Aus der Zeit der Inhaftierung stammen die Gedichte. Wenige Monate vor seinem Tod ersucht Stauffer-Bern um Aufnahme als Klosterbruder in die süddeutsche Benediktinerabtei Beuron (mit angeschlossener religiöser Kunstschule). Er stirbt am 24.1.1891 in Florenz (Italien).

Kurze Beschreibung des Archivs, die wichtigsten Dokumente

Der Nachlass umfasst zahlreiche Manuskripte, eine relativ umfangreiche Briefsammlung bestehend aus der Korrespondenz mit der Familie (v.a. Briefe von Karl Stauffer-Bern an seine Familie, nur vereinzelte Briefe von der Familie an Karl Stauffer) und mit Künstler-Freunden (u.a. Max Mosse und Julius Luz) sowie aus dem Briefwechsel mit Lydia Welti-Escher und Friedrich Emil Welti. Aus der Zeit in den italienischen Gefängnissen und in der psychiatrischen Anstalt in Rom stammen diverse Manuskripte von Gedichten und einem epischen Fragment ("Die Laupenschlacht"). Ebenso enthält der Nachlass eine Sammlung mit Rezensionen zu Werken und Ausstellungen Karl Stauffers, Kommentare und Berichte zur Affaire mit Lydia Welti-Escher, sowie posthume Würdigungen des Künstlers und Menschen Karl Stauffer-Bern und Rezensionen zu Biografien und div. Publikationen.

Künstlerischer Nachlass

Die Dokumente aus dem künstlerischen Nachlass bestehen zur Hauptsache aus Originalgrafiken, Fotografien, Handzeichnungen, Druckreproduktionen. Diese sind in einem 4-seitigen Inventar verzeichnet und in der Grafischen Sammlung der Nationalbibliothek einsehbar: pdf Inventar.


Administrative Informationen

Organisation der Dokumente

Der literarische Nachlass von Karl Stauffer-Bern besteht aus den vier Teilen:
- Werkmanuskripte
- Briefe
- Lebensdokumente
- Sammlungen

Abkürzungen

o.T. ohne Titel
s/w schwarz-weiss Fotografie
s/w neg. schwarz-weiss Negativ
col. Farbfotografie
Postkarte Pkt.
Ts. Typoskript(e)
Beil. Beilage
Bg. Bogen
Bl. Blatt
BRW Bundesrat Emil Welti
ES Eduard Stauffer
EDS Eduard Stauffer junior
FEW Friedrich Emil Welti
Fgm. Fragment
geh. geheftet
Hf. Heft
hs. handschriftlich
Inv.bl. Inventarblatt
KSB Karl Stauffer-Bern
Kuv. Kuvert
LS Luise Stauffer geb. Schärer
LWE Lydia Welti-Escher
masch. maschinenschriftlich
MM Max Mosse
Neg. Negativ
NZZ Neue Zürcher Zeitung
s.d. ohne Datum
s.l. ohne Ort
Tbl. Titelblatt
Tgr. Telegramm
Ztg. Zeitung
Ztga. Zeitungsaussschnitt(e)
Zs. Zeitschrift
Zsa. Zeitschriftenausschnitt(e)


Zugang

Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.


Links

Kunstmuseum Bern, Sammlung "Grafik, Fotographie & Video": Hinweis auf Sammlung Karl Stauffer-Bern
www.kunstmuseumbern.ch/index.cfm?nav=567,1248,1325&DID=9&SID=1


Bevorzugte Zitierweise:

Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Nachlass Karl Stauffer-Bern.

Erwerbung

1. Geschenk 1935 von Frau Amelie Krähenbühl-Stauffer.
2. Diverse Ankäufe. Herkunft und Datum s. jeweils unter Bemerkung: Bsp. 1940 K[auf] 653.

Hinweise zur Erschliessung

Basierend auf dem maschinenschriftlichen 5-seitigen Inventar zum Nachlass Karl Stauffer-Bern verfeinerte Cyril Werndli im Sommer 2010 die Erschliessungs(tiefe) des Nachlasses. Die alte Ordnung wurde dabei teilweise aufgehoben zugunsten der SLA-Erschliessungsgrundsätze von 2005. Somit sind Dokumente, die bislang in einer Untergruppe der Ms-Signatur zusammengefasst waren, seit September 2010 gemäss der Ordnungsstruktur A, B, C, D z.T. in verschiedenen Schachteln abgelegt. Beispiel: Die Untergruppen der Signatur Ms-Lq-38 wurden nach den Kriterien der oben genannten Gruppen neu sortiert, so befindet sich Ms-Lq-38-1 (Briefe von KSB an seine Familie) in Schachtel 2, Ms-Lq-38-2 (Briefe von FEW an KSB) in Schachtel 3 und Ms-Lq-38-4 (Schreiben aus der Affaire Lydia) als thematisches Konvolut in Schachtel 4. Die ursprüngliche Signatur wurde in jedem Fall übernommen. Hingegen wurde, um auch Einzeldokumente eindeutig zu verzeichnen, die bisherige Signatur um eine Untergruppenbezeichnung mit arabischen Ziffern erweitert (xyz/01, xyz/02 usw.). Nach der Inventarisierung sind alle Konvolutmappen und Schachteln mit Dokumenten von Stauffer-Bern aus den Ms-Beständen entfernt und in Schachteln"Karl Stauffer-Bern" zusammengeführt worden. Diese enthalten nur noch Dokumente von KSB. Sie wurden im Sofogk verzeichnet. Hinweis: Die Beschriftung der Konvolutmappen ist nicht einheitlich. So findet sich u.a."NL Stauffer-Bern","Stauffer, Karl","NL Karl Stauffer". Diese Unregelmässigkeit wurde belassen.

Inhaltsverzeichnis

A Werke
A-1 Lyrik
A-1-a Die Lieder des Narren von S. Bonifazio
A-1-b Die Laupenschlacht
A-1-c Gedichte aus den Carceri Nuovi
A-1-d Gedichte, in Spiegelschrift geschrieben
A-1-e Totentanzbilder (grosse Formate)
A-1-f Totentanzbilder
A-1-g Abschriften diverser Gedichte
B Briefe
B-1 Briefe von Karl Stauffer-Bern
B-1-a Familienbriefe
B-1-a-1 Briefe aus den Jahren 1866-1874
B-1-a-2 Briefe aus den Jahren 1874-1878
B-1-a-3 Briefe aus den Jahren 1879-1880
B-1-a-4 Briefe aus den Jahren 1880-1884
B-1-a-5 Briefe aus den Jahren 1885-1887
B-1-a-6 Briefe aus der Zeit in Rom 1888-1890
B-1-a-7 Briefe von KSB aus Italien an Familienmitglieder
B-1-a-8 Neujahrsgratulationen an die Familie
B-1-b Briefe an Lydia Welti-Escher
B-1-b-1 Briefe aus den Jahren 1885 und 1886
B-1-b-2 Briefe aus dem Jahr 1887
B-1-b-3 Briefe aus dem Jahr 1888
B-1-b-4 Briefe aus dem Jahr 1889
B-1-c Briefe an Max Mosse
B-1-d Briefe an Julius Luz
B-1-e Briefe an Prof. Johann Leonhard Raab
B-1-f Briefe an Gustav Vollenweider
B-1-g Brief an Albert Fleiner
B-1-h Briefe an Unbekannt
B-1-i Briefe an Freunde in Kopien
B-2 Briefe an Karl Stauffer-Bern
B-2-a Brief von Lydia Welti-Escher
B-2-b Brief von Luise Stauffer-Schärer
B-2-c Briefe von Friedrich Emil Welti
B-2-d Briefe von diversen Personen (v.a. Auftraggeber)
B-3 Briefe Dritter
B-3-a Korrespondenz Dritter nach dem Tod von KSB
B-4 Thematische Konvolute
B-4-a Briefe aus der Affaire Lydia Welti-Escher
B-4-b Diverse Briefe von, an und über Karl Stauffer-Bern
C Lebensdokumente
C-1 Persönliche Dokumente
C-2 Zeugnisse aus München
C-3 Biographische Notizen von Luise Stauffer-Schärer
C-4 Persönliche Dokumente, Diverses
D Sammlungen
D-1 Gedrucktes über Stauffer
D-2 Zeitungsartikel vor 1900
D-3 Zeitungsartikel nach 1900
D-4 Zeitschriften, Periodika und Kataloge