|
|
|
Biographische Angaben
Jürg Acklin wurde am 20.2.1945 in Zürich als Sohn eines Elektroingenieurs geboren und wuchs in Küsnacht auf. Nach dem Studium
der Psychologie, Germanistik, Philosophie und der Sozialwissenschaften an der Universität Zürich promovierte er 1974 mit einer
sozialkritischen Arbeit über den Frühsozialisten Wilhelm Weitling. Während seiner Tätigkeit als Lehrer führte er zusammen
mit einem Kollegen einen Schulversuch durch, der von den Erziehungsbehörden angegriffen und in der Presse heftig diskutiert
wurde. Anschliessend leitete Acklin eine Alternativschule, an der er auch unterrichtete. Drei Jahre lang war er Redakteur
beim Schweizer Fernsehen tätig und liess sich daneben zum Psychoanalytiker ausbilden. Seit 1983 führt er eine eigene Praxis.
Vom Januar bis zum August 1999 leitete der Autor den "Literaturclub" auf SF DRS. Jürg Acklin begann schon mit 16 Jahren zu
schreiben. Eine erste Gedichtsammlung erschien 1967, der erste Roman 1969. Er ist Verfasser von erzählerischen Werken, in
denen er auf realistische Weise krisenhafte zwischenmenschliche Beziehungen und Generationskonflikte vor dem Hintergrund einer
ins Bizarr-Fantastische verfremdeten Realität schildert. Für den 1972 veröffentlichten Roman "alias" erhielt er den Bremer
Literaturpreis und den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis.
|
|
|
 |
|
Pressefotografie von 1992 zu Acklins Roman "Der Känguruhmann". © Sabine Wunderlin.
|
Umfang und Inhalt der Dokumente
Jürg Acklins Archiv enthält Manu- und Typoskriptmaterialien zu einem Grossteil seiner Werke, die den Entstehungsprozess seiner
Texte exemplarisch veranschaulichen. Korrespondenz ist nur in geringen Massen erhalten, es gibt einige Briefe bzw. Nachrichten
von Adolf Muschg, Klaus Merz und Thomas Hürlimann. Der Bereich der Sammlungen dagegen ist umfangreich und umfasst eine Vielzahl
an Rezensionen zu Acklins literarischem Schaffen, Porträts seiner Person sowohl als Psychoanalytiker wie auch gefragte TV-Persönlichkeit
sowie eigene Beiträge in den unterschiedlichsten Zeitungen und Zeitschriften.
2023 wurde das Archiv durch eine kleine Nachlieferung Acklins angereichert.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA): Archiv Jürg Acklin
Erwerbung
Ankauf, 2018
Hinweise zur Erschliessung