Herbert Lewandowski (Lee van Dovski)

Inventar der Manuskripte/Typoskripte/Briefe im Schweizerischen Literaturarchiv



Inventar erstellt von Lukas Dettwiler, 2005








Schweizerisches Literaturarchiv

Hallwylstrasse 15
CH-3003 Bern


E-Mailadresse: arch.lit@nb.admin.ch



Findmittel codiert von Lukas Dettwiler Juli 2005


Übersicht

Autor/Urheber : Lewandowski, Herbert (1896-1996)
Titel : Teilnachlass
Eckdaten der Dokumente : 1942-1972
Zusammenfassung : Manuskripte und Typoskripte (Prosa), Briefe
Umfang : 20 Konvolute, abgelegt in 8 verschiedenen Archivschachteln
Signatur : SLA-Ms A 76, SLA-Ms A 77, SLA-Ms A 103-1 bis 3, SLA-Ms Aq 75, SLA Ms Aq 76-1 bis 2, SLA-Ms Aq 135, SLA-Ms L 57, SLA-Ms L 127, SLA-Ms Lq 300, SLA-Ms Lq 302, SLA-Ms Lq 303, SLA-Ms Lq 304a, SLA-Ms Lq 438, SLA-Ms Lq 439, SLA-Ms Lq 441, SLA-Ms Lq 442, SLA-Ms Zq 285

Buchumschlag mit Portrait des Autors

Biographie von Herbert Lewandowski

Herbert Lewandowski wird 1896 als Sohn eines Textilfabrikanten in Kassel geboren. Als junger Soldat zieht er unter Generalfeldmarschall August von Mackensen gegen Rumänien ins Feld und kehrt zwei Jahre später als entschiedener Pazifist zurück. 1923 promoviert er mit Die Erfassung von Formeigentümlichkeiten beim lyrischen Dichtwerk in Bonn zum Dr. phil. In den "heissen" Jahren der Weimarer Republik betätigt er sich als Dramaturg und Szenarioverfasser, Film- und Musikkritiker. Ab 1923 lebt er in Holland, arbeitet im Buchhandel, schlägt sich u.a. als Verleger durch. Sein 1927 erschienenes Werk Das Sexualproblem in der modernen Literatur und Kunst sorgt für Aufruhr und Aufsehen zugleich. Vor der Verfolgung durch die Nazis emigriert Lewandowski 1937 mit seiner Frau und den Kindern nach Südfrankreich. Er knüpft Kontakt zu Hermann Hesse, mit dem er von 1941 bis 1961 korrespondiert. Von 1942 bis 1945 verbringt er in Internierungslagern in der Schweiz, zuerst in Les Avants sur Montreux, später in Viccosoprano. Nach dem Kriegsende lässt sich Lee Van Dovski mit seiner Familie in Genf nieder und widmet sich ganz seiner weitgefächerten literarischen, publizistischen und übersetzerischen Tätigkeit. In der Berner Tageszeitung "Der Bund" erscheinen während Jahren seine Berichterstattungen über Musik. Am 4. März 1996, nur wenige Wochen vor seinem hundertsten Geburtstag am 23. März, stirbt Herbert Lewandowski in seiner Wahlheimat Genf. (Quellen: Der Bund, 21. März 1976, Das Neue Israel, Juli 1986, NZZ, 21. März 1996)

Lewandowski hat seine Arbeiten unter verschiedenen Pseudonymen publiziert:

- C. M. H. Léwan-Dovski
- Herbert C. M. Lewandowski
- Lee Van Dovski
- Lee van Dowski
- Kaspar Hauser
- Emmy Grant

Umfang und Inhalt der Dokumente

Manuskripte, Zeitungsartikel, Briefe; Schenkungen Hessel


Administrative Informationen

Organisation der Dokumente

- Werke
- Briefe
- Buch-Ausgaben (Widmungsexemplare)

Ordnung des Nachlasses

Der Teilnachlass Lewandowski im SLA beschränkt sich auf Manuskripte und Briefe. Hinweis: Im Hesse-Archiv des SLA werden unter Lewandowski 18 Briefe (aus den Jahren 1941-1961) von HL an Hermann Hesse abgelegt; beigelegt sind Fotos, Gedichte (s. ead.snl.admin.ch/html/hesseb2.html). Der Nachlass von HL befindet sich im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar (s. www.dla-marbach.de/kallias/hyperkuss/l-35.html) sowie in Frankfurt/Main im Deutschen Exilarchiv 1933-1945 (im Nachlass Frederic W. Nielsen) der Deutschen Bibliothek (s. www.ddb.de/museum/exil_nachlaesse.htm). Vgl. auch die Bibliographie Lewandowskis im Archiv für Sexualwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (www2.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/LEWBIBL.HTM)


Zugang

Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.


Bevorzugte Zitierweise:

Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Teilnachlass Herbert Lewandowski.

Hinweise zur Erschliessung

Die (unter verschiedenen Signaturen abgelegten) Manuskripte, Typoskripte und Briefe sind im Zettelkasten der früheren Handschriftenabteilung der SLB verzeichnet. Das vorliegende Inventar beruht auf den Angaben der Katalogkarten, ergänzt durch Vergleich am Original.

Dokumentarten


Inhaltsverzeichnis

A Werke
A-1 Manuskripte und Typoskripte
B Briefe
B-1 Briefe von Herbert Lewandowski
B-2 Briefe an Herbert Lewandowski
E Erweiterung
E-1 Typoskripte Kurt Hessel
Ms Zq 285 Schenkung von Ruth Troxler-Stadler
Ms Zq 300 Schenkung von Marcel Aeschbacher
Bücher-Schenkung von Marcel Aeschbacher