Lewandowski, Herbert: Teilnachlass Herbert Lewandowski



Inventar erstellt von Lukas Dettwiler








Schweizerisches Literaturarchiv (SLA)

Hallwylstrasse 15
CH-3003 Bern


E-Mailadresse: arch.lit@nb.admin.ch



Findmittel codiert von Rudolf Probst (Export HelveticArchives), 2021-10-26


Übersicht

Autor/Urheber : Hessel, Kurt (20. Jh.)
Titel : Teilnachlass Herbert Lewandowski
Eckdaten der Dokumente : 1942-1972
Umfang : 20 Konvolute, abgelegt in 8 verschiedenen Archivschachteln
Signatur : SLA-Lewandowski

Biographische Angaben

Herbert Lewandowski wird 1896 als Sohn eines Textilfabrikanten in Kassel geboren. Als junger Soldat zieht er unter Generalfeldmarschall August von Mackensen gegen Rumänien ins Feld und kehrt zwei Jahre später als entschiedener Pazifist zurück. 1923 promoviert er mit Die Erfassung von Formeigentümlichkeiten beim lyrischen Dichtwerk in Bonn zum Dr. phil. In den "heissen" Jahren der Weimarer Republik betätigt er sich als Dramaturg und Szenarioverfasser, Film- und Musikkritiker. Ab 1923 lebt er in Holland, arbeitet im Buchhandel, schlägt sich u.a. als Verleger durch. Sein 1927 erschienenes Werk Das Sexualproblem in der modernen Literatur und Kunst sorgt für Aufruhr und Aufsehen zugleich. Vor der Verfolgung durch die Nazis emigriert Lewandowski 1937 mit seiner Frau und den Kindern nach Südfrankreich. Er knüpft Kontakt zu Hermann Hesse, mit dem er von 1941 bis 1961 korrespondiert. Von 1942 bis 1945 verbringt er in Internierungslagern in der Schweiz, zuerst in Les Avants sur Montreux, später in Viccosoprano. Nach dem Kriegsende lässt sich Lee Van Dovski mit seiner Familie in Genf nieder und widmet sich ganz seiner weitgefächerten literarischen, publizistischen und übersetzerischen Tätigkeit. In der Berner Tageszeitung "Der Bund" erscheinen während Jahren seine Berichterstattungen über Musik. Am 4. März 1996, nur wenige Wochen vor seinem hundertsten Geburtstag am 23. März, stirbt Herbert Lewandowski in seiner Wahlheimat Genf. (Quellen: Der Bund, 21. März 1976, Das Neue Israel, Juli 1986, NZZ, 21. März 1996)

Lewandowski hat seine Arbeiten unter verschiedenen Pseudonymen publiziert: C. M. H. Léwan-Dovski, Herbert C. M. Lewandowski, Lee Van Dovski, Lee van Dowski, Kaspar Hauser, Emmy Grant

Buchumschlag mit Portrait des Autors

Umfang und Inhalt der Dokumente

Manuskripte, Typoskripte, Briefe; aus den Jahren 1942 bis 1972; Typoskripte von Kurt Hessel (aus den Jahren 1970 bis 1983).
Als Schenkungen von Herbert Lewandowski erhielt die SLB ausserdem Gedicht-Typoskripte von Kurt Hessel (SLA-Ms L 148-a bis h).

ead.snl.admin.ch/html/hesseb2.html

www.dla-marbach.de/kallias/hyperkuss/l-35.html

www.ddb.de/museum/exil_nachlaesse.htm

www2.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/LEWBIBL.HTM

http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-14079


Administrative Informationen

Zugang

Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen

Bevorzugte Zitierweise

Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Teilnachlass Herbert Lewandowski

Erwerbung

Geschenk von Herbert Lewandowski, 1993

Hinweise zur Erschliessung

Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen" Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden folgenden Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt, es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen jedoch identisch.

Die (unter verschiedenen Signaturen abgelegten) Manuskripte, Typoskripte und Briefe sind im Zettelkasten der früheren Handschriftenabteilung der SLB verzeichnet. Das vorliegende Inventar beruht auf den Angaben der Katalogkarten, ergänzt durch Vergleich am Original.

Inhaltsverzeichnis

A Werke
A-1 Manuskripte und Typoskripte
B Briefe
B-1 Briefe von Herbert Lewandowski
B-2 Briefe an Herbert Lewandowski
E Erweiterung
E-1 Typoskripte Kurt Hessel
Ms-Zq-285 Schenkung von Ruth Troxler-Stadler
Ms-Zq-300 Schenkung von Marcel Aeschbacher
E.0 Bücher-Schenkung von Marcel Aeschbacher