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Biographische Angaben
Gerhard Meier wurde am 20. Juni 1917 in Niederbipp geboren. Er brach ein Hochbaustudium in Burgdorf ab und arbeitete 33 Jahre
lang als Arbeiter, Designer und technischer Leiter in einer Lampenfabrik. Mit 47 Jahren veröffentlichte er seine ersten Texte
und erschloss sich dann zunehmend grössere Stilformen. Bereits im Lyrikband "Das Gras grünt" fand er zu einem persönlichen
Ton. Das Prosastück "Der andere Tag" nimmt Erzählelemente vorweg, die später für Meiers Romane charakteristisch werden: dialogische
Struktur, fliessende Übergänge zwischen Beobachtung und Erinnerung, Realität und Phantasie.
Nach "Der Besuch" und "Der schnurgerade Kanal" erscheint nach und nach die Romantrilogie "Baur und Bindschädler". Es sind
Gespräche zwischen zwei Freunden, oder noch besser: ein Erinnerungsmonolog Baurs, gerichtet an den Chronisten Bindschädler.
Dieser ergänzt das Gehörte mit präzisen Beobachtungen der Gesprächssituation. Gerhard Meier beschränkt sich auch hier auf
seine dörfliche Welt, der er mit der Darstellung verschiedener Erinnerungsgeschichten Plastizität verleiht. Der Roman "Land
der Winde" erweitert die Trilogie zur Tetralogie: Bindschädler besucht das Grab seines verstorbenen Freundes Baur. Die stark
assoziative lyrische Prosa hat musikalische Qualitäten und stützt sich auf einen begrenzten Themenkatalog, den Meier in seinem
gesamten Werk breit variiert. Persönliche Erfahrungen stehen hier gleichwertig neben Kunst-, Musik- und Literatureindrücken.
Gerhard Meier, ausgezeichnet u.a. mit dem Petrarca-Preis, dem Fontane-Preis und dem Gottfried-Keller-Preis gehört zu den namhaftesten
deutschsprachigen Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Archiv stellt für das Schweizerische Literaturarchiv eine äusserst
wertvolle Ergänzung seiner Bestände dar. Gerhard Meier ist am 22. Juni 2008 verstorben.
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Gerhard Meier (Foto: Felix von Muralt, 1995)
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Umfang und Inhalt der Dokumente
Das Archiv von Gerhard Meier, wovon der literarische Teil sowie die Sammlung von Rezensionen betreffend Gehrard Meiers Werk
im Sommer 1998 dem Schweizerischen Literaturarchiv übergeben wurden, dokumentiert durch Werktyposkripte, Reden und Aufsätze,
Briefe, Zeitungsartikel, Bücher, Fotos und Videokassetten das schriftstellerische Wirken und kulturelle Engagement des Autors.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA): Archiv Gerhard Meier
Erwerbung
Ankauf von Gerhard Meier1. Nachlieferung: 2006 (Korrespondenz).2. Nachlieferung: 29. Oktober 2008, diverse Materialien nach
dem Tod von Gerhard Meier.3. Nachlieferung: 20. Dezember 2011, von Tochter Ruth Meier-Stöcklin.
Hinweise zur Erschliessung
Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen"
Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden folgenden Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt,
es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen
jedoch identisch.
Werke: geordnet von Corinna Jäger-Trees, Korrespondenz: geordnet von Dorine Rouiller. Nachlieferung 2008: geordnet von Colin
Schatzmann. Vereinzelte (alte) Signaturen sind nachträglich den neuen Erschliessungsgrundsätzen angepasst worden.