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Hansjörg Schneider, um 1988 (Foto: Peter Friedli)
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Biographische Angaben
Hansjörg Schneider wurde am 27.3.1938 in Aarau geboren. Er wuchs in Zofingen auf, studierte an der Universität Basel Germanistik,
Geschichte und Psychologie und promovierte1966 über den expressionistischen Lyriker Jakob van Hoddis. Er arbeitete zunächst
als Lehrer und Journalist sowie als Regieassistent am Theater Basel, bevor er sich vollständig auf die Schriftstellerei konzentrierte.
Schneider ist verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder. Er lebt in Basel und im Schwarzwald. Sein Debüt als Dramatiker gab
er 1972 mit "Sennentuntschi" am Schauspielhaus Zürich; das Stück um drei Sennen und eine Sexpuppe erregte viel Aufsehen, die
Verfilmung durch das Schweizer Fernsehen 1981 führte zu einem Skandal. Weitere Stücke wie Der Erfinder (1973 in Zürich uraufgeführt,
später von Kurt Gloor mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt), Der Brand von Uster (1975), Der Schütze Tell (1975), Der
liebe Augustin (1979), Altweibersommer (1984) und viele andere machten ihn zu einem der meistgespielten deutschsprachigen
Dramatiker seiner Generation. Parallel zur Dramatik entstand ein grosses Prosawerk mit unterschiedlichen Formen von Erzählungen
(Leköb, 1970, Der Bub 1976 u.a.), Romanen (Lieber Leo, 1980, Der Wels, 1988, Das Wasserzeichen, 1997), und Aufzeichnungen
(Wüstenwind, 1984, Nachtbuch für Astrid, 2000). Auch journalistische Texte von der Kolumne bis zur Reportage zählen zu Schneiders
Werk. Einem breiteren Publikum ist er ab 1993 (Silberkiesel) vor allem mit seinen (ebenfalls verfilmten) Kriminalromanen um
den Basler Kommissär Hunkeler bekannt geworden. Seine Prosa-Bücher erschienen im Ammann Verlag und seit 2010 im Diogenes Verlag,
das dramatische Werk mehrheitlich im Verlag der Autoren. Schneider wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 1976 mit dem Preis der
Welti-Stiftung für das Drama, 1986 mit dem Aargauer Literaturpreis und Literaturpreis der Stadt Basel, 2003 mit dem Gesamtwerkpreis
der Schweizerischen Schillerstiftung und 2004 mit dem Friedrich Glauser-Preis.
Umfang und Inhalt der Dokumente
Das Archiv von Hansjörg Schneider deckt die ganze Breite und Dauer seines literarischen Schaffens seit den ersten Versuchen
um 1960 ab. Es umfasst Manuskripte aus allen Werkphasen, eine umfangreiche Korrespondenz, Tagebücher, Unterlagen zu den Aufführungen
seiner Stücke, Rezensionen der Werke, Fotos und viele weitere Materialien.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen. Die Korrespondenz
ist nur mit Einwilligung des Autors und der KorrespondenzpartnerInnen zugänglich.
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Archiv Hansjörg Schneider
Erwerbung
Ankauf, 2011
Hinweise zur Erschliessung
Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen" Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden
folgende Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt, es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen
im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen jedoch identisch.
Organisation der Dokumente:
Das Archiv besteht aus den folgenden 4 Teilen:
- A: Werke
- B: Briefe
- C: Lebensdokumente
- D: Sammlungen
Abkürzungen:
Beil. = Beilage(n)
Bl. = Blatt / Blätter
Br. = Brief(e)
CA = Computerausdruck(e)div. = diverse
Fk. = Fotokopie(n)
geb. = gebunden
hs. = handschriftlich
masch. = maschinengeschrieben
Ms. = Manuskript
o.T. = ohne Titel
o.T. Incip. = ohne Titel, beginnt mit
PC = computergeschrieben
pag. = paginiert
S. = Seite(n)
Titelbl. = Titelblatt
Ts. = Typoskript
Tss. = Typoskripte
u.a. = und andere
unpag. = unpaginiert
urspr. = ursprünglich
v.a. = vor allem
zahlr. = zahlreich
Zeit.art. = Zeitungsartikel
z.T.= zum Teil
[ ] Bemerkungen oder Ergänzungen des Archivverantwortlichen
teilw. sind in den Masken der Sammlungseinheiten weiterführende Information über den Bestand und die Erschliessung vermerkt