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Biographische Angaben
Beatrice von Matt-Albrecht wurde am 12. Juni 1936 in Basel geboren und wuchs in Stans (NW) auf. Das Studium der Germanistik
und Anglistik in Zürich, Paris und Cambridge schloss sie 1964 mit einer Dissertation über Albin Zollingers Lyrik ab, zusätzlich
besuchte sie die Schauspielschule. Als Literaturkritikerin, Essayistin, Stiftungsrätin der Kulturstiftung Pro Helvetia sowie
Mitglied zahlreicher renommierter Jurys erwarb sie sich ebenso ausserordentliche Verdienste wie als Biografin und Editorin.
Mit ihren Leistungen auf den Gebieten der Literaturwissenschaft, Literaturkritik und Literaturvermittlung prägte von Matt
die Kulturlandschaft der Schweiz der letzten fünfzig Jahre wie keine andere ihres Fachs. Sie gilt als eine der grössten Kennerinnen
der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.
Von 1984 bis 1995 betreute von Matt in der Feuilletonredaktion der Neuen Zürcher Zeitung die Literaturen Deutschlands, der
Schweiz, der Niederlande und Israels. Seit geraumer Zeit begleitet und beleuchtet sie in ihren Rezensionen und Aufsätzen das
Lebenswerk namhafter, insbesondere deutschsprachiger Autorinnen und Autoren. In grosser Regelmässigkeit trat sie als Herausgeberin
und Autorin massgeblicher Studien zur Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts in Erscheinung. Hier erwähnenswerte Werke sind
"Mein Name ist Frisch: Begegnungen mit dem Autor und seinem Werk" (2011), "Werner Düggelin: Porträt und Gespräche" (2006),
"Frauen schreiben die Schweiz: Aus der Literaturgeschichte der Gegenwart" (1998), "Lesarten: Zur Schweizer Literatur von Walser
bis Muschg" (1985) und "Meinrad Inglin: Eine Biographie" (1976).
Als Editorin zeichnete sie verantwortlich für Publikationen wie Annemarie von Matts "Tagebuch der Liebe und des Zorns: Passagen
und Gedichte aus dem Briefwerk" (2008), "Abends um Acht: Schweizer Autorinnen und Autoren in Berlin" (zusammen mit Michael
Wirth, 1998), "Antworten: Die Literatur in den achtziger Jahren" (1991), "Meinrad Inglin: Werkausgabe in 8 Bänden" (1982)
und "Unruhige Landsleute: Schweizer Erzähler zwischen Keller und Frisch" (1980.
Zu den zahlreichen Jurys von internationaler Strahlkraft, denen von Matt beisass, zählen jene des Kleist-Preises (1990, als
oberste Preisrichterin), Huchel-Preises, Lyrik-Preises Meran, Berliner Literaturpreises und des Preises der Erich Fried-Gesellschaft
Wien (als Präsidiumsmitglied). Ihr Werk wurde ausgezeichnet mit Ehrengaben von Kanton und Stadt Zürich, dem Innerschweizer
Kulturpreis (1994), einem "critic in residence"-Stipendium der Washington University St. Louis (1995), einem London-Stipendium
der Landis & Gyr Stiftung (2003), der Johann Jakob Bodmer-Medaille für literarische Verdienste der Stadt Zürich (2010) und
dem Johann-Melchior-Wyrsch-Preis (2014).
Beatrice von Matt ist verheiratet mit dem Literaturwissenschaftler Peter von Matt, dessen Archiv zeitgleich mit ihrem ans
SLA gelangte. Das Ehepaar lebt in Dübendorf.
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Beatrice von Matt - © Peter von Matt
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Umfang und Inhalt der Dokumente
Das Archiv von Beatrice von Matt umfasst Korrespondenz mit zahlreichen Autoren und Autorinnen, Sonderdrucke und Belegexemplare
ihrer Publikationen, darunter ihrer Artikel und Literaturbeilagen in der NZZ, Arbeits- und Recherchematerialien zu ihren Monografien
und anderen Büchern sowie zahlreiche Dokumentationen im Zusammenhang mit ihren literaturkritischen Tätigkeiten und Auftritten
in Literaturhäusern und andernorts.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einzelne Einschränkungen aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA): Archiv Beatrice von Matt
Erwerbung
Schenkung von Beatrice von Matt
Hinweise zur Erschliessung
HelveticArchives / online
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-94936
Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen"
Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden folgenden Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt,
es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen
jedoch identisch.