|
|
|
Biographische Angaben
Thomas Hürlimann (geb. 21.12.1950, in Walchwil/ZG), besuchte das Stiftsgymnasium Einsiedeln und studierte ab 1971 in Zürich
und an der FU Berlin Philosophie. Seit 1978 war er für zwei Jahre Dramaturg und Regieassistent am Schillertheater Berlin und
am Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Mit seinem Erstling Die Tessinerin war er 1981 der Gründungsautor des Ammann
Verlags, bei dem seine Werke bis 2011 erschienen. In den 80er Jahren kehrte Thomas Hürlimann in die Schweiz zurück und war
Hausautor des Schauspielhauses Zürich. In den 90er Jahren lehrte er als Dozent am Departement for German Studies des Dartmouth
College, Hanover/New Hampshire, sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Es folgte die Übersiedlung nach Berlin und
in den letzten Jahren arbeitet er an Büchern und Inszenierungen auch an seinem Heimatort Walchwil am Zugersee.
Das literarische Werk von Thomas Hürlimann ist ebenso beispielhaft wie beispiellos für die Geschichte des Bundesstaats. Als
Sohn des Alt Bundesrats Hans Hürlimann (EDI 1973-81) ist sein Werk über die Familiengeschichte mit der Schweiz verbunden.
Seine herausragende literarische Bedeutung im ganzen deutschen Sprachraum bezeugen nicht nur zahlreiche Preise, herausragend
der Joseph Breitbach-Preis 2001, der Jean Paul Preis 2003 und jüngst der Hugo-Ball-Preis und der Alemannische Literaturpreis
2014, sondern auch die unzähligen Aufführungen seiner Dramen im In- und Ausland, sowie die Übersetzung seiner Werke in alle
Weltsprachen.
|
|
|
 |
|
Thomas Hürlimann (Foto: Simon Schmid / NB)
|
Umfang und Inhalt der Dokumente
Das Archiv von Thomas Hürlimann setzt sich aus drei verschiedenen Beständen zusammen: Das Werkarchiv umfasst Manuskripte,
Typoskripte, Druckfahnen, Notizhefte und die zu den Werken gehörenden Arbeitsmaterialien seit den Anfängen. Der zweite Teil
besteht aus der Chronik der Mutter Marie-Therese Hürlimann. Sie enthält Rezeptionsdokumente zu Werken, öffentlichen Auftritten
des Sohns und dokumentiert die Inszenierungen seiner Dramen von 1981-2001. Der dritte Teil umfasst das Familienarchiv Hürlimann
aus privater und öffentlicher Perspektive, es dokumentiert die Ereignisse in repräsentativen Alben, Zeichnungen, Fotos und
Presseausschnitten.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Archiv Thomas Hürlimann
Erwerbung
Ankauf, 2014
Hinweise zur Erschliessung
Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen"
Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden folgenden Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt,
es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen
jedoch identisch.