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Biographische Angaben
Christian Haller wurde am 28.2.1943 in Brugg geboren und wuchs in Basel und Suhr auf. Nach dem Studium der Zoologie an der
Universität Basel, das er mit dem Diplom abschloss, sichtete und inventarisierte Christian Haller im Auftrag von Stadt und
Kanton Zürich den Nachlass des Schweizer Philosophen und Schriftstellers Adrien Turel. Er liess die Dokumente auch auf Mikrofilm
verfilmen. Von 1974 bis 1982 leitete Haller den Bereich "Soziale Studien" am Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon. Anschliessend
arbeitete er vier Jahre als Dramaturg am Badener Theater Claque. Er präsidierte die Vereinigten Theaterschaffenden der Schweiz
von 1987 bis 1995, war Mitglied der Theaterkommission der Stadt Zürich und der Jury der Schweizerischen Schillerstiftung.
Verschiedentlich wurde er für sein literarisches Schaffen ausgezeichnet, u.a. mit Werkjahrbeiträgen der Kantone Zürich und
Aargau, dem Aargauer Literaturpreis 2006 und dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung 2007.
Seit seiner Jugend schreibt Haller literarische Texte. In den 1980er Jahren publizierte er den Erzählband "Die Hälfte der
Träume" 1980 und 1984 die moderne Märchensammlung "Prinz Ramins Baum". Immer wieder arbeitete er auch als Journalist. 1991
erschien mit "Strandgut" ein Roman, der vorschnell mit dem Etikett "Thriller" belegt wurde. Weitere Bücher folgten ("Der Brief
ans Meer", 1995; "Kopfüberland oder die Reise zu den Bäumen" 1996). Breite Anerkennung fand er mit seiner autobiographisch
gefärbten "Trilogie des Erinnerns", bestehend aus "Die verschluckte Musik" (2001), "Das schwarze Eisen" (2004) und "Die besseren
Zeiten" (2006), alle erschienen bei Luchterhand. 2008 folgte der Roman "Im Park", 2010 der Band "Die Stecknadeln des Herrn
Nabokov". Die Prosapublikationen werden ergänzt durch ein umfangreiches lyrisches Werk und seine Theatertexte, die er neben
dramaturgischen Arbeiten veröffentlichte. Viele seiner Werke sind ins Rumänische, ins Englische und ins Slowakische übersetzt.
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Christian Haller (Foto: Toni Suter und Tanja Dorendorf)
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Umfang und Inhalt der Dokumente
Christian Hallers Archiv enthält Notizen, Entwurfshefte, Manuskripte, Typoskripte, Computerausdrucke und Arbeitsfassungen
zu sämtlichen seiner Texte. Es gibt darunter eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Dokumenten als Zeugen von abgebrochenen
literarischen Projekten, die nie publiziert worden sind. Das wohlgeordnete Archiv dokumentiert Hallers literarische Tätigkeit
praktisch lückenlos. Der werkbezogene Teil wird ergänzt durch die Korrespondenz mit Freundinnen und Freunden, Zeitungen und
Verlagen. Ein umfangreiches Familienarchiv mit Dokumenten von und über Christian Hallers Vorfahren, darunter auch Gegenstände,
Fotos, Film- und Audiodokumente, bildet einen bedeutenden Teil seines literarischen Archivs, das er immer wieder für seine
Texte verwendet hat. Viele dieser Dokumente liegen auch in digitalisierter Form vor. Eine umfassende Dokumentation zu bestimmten
Themen, Ländern und Ereignissen sowie Belegexemplare von Publikationen, Zeitungsabdrucke und Rezensionen von und über Haller
runden das Archiv ab.
N.B.: Der Grossteil des Familienarchivs wird von Christian Haller für weitere Arbeiten benötigt und bleibt deshalb vorläufig
in seinem Besitz.
Im Archiv Christian Haller befinden sich ebenfalls als Kryptonächlässe der Teilnachlass von Hallers Mentor Michael West (Max
Vögeli) und eine Dokumentation zu Hallers Arbeit am Nachlass des Autors und Philosophen Adrien Turel.
Administrative Informationen
Zugang
Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen GründenDie Abteilungen
D-3 Fremdmanuskripte und D-12 Kryptonachlass Max Vögeli sind nur mit Genehmigung von Christian Haller zugänglich.
Bevorzugte Zitierweise
Schweizerisches Litertaturarchiv (SLA): Archiv Christian Haller
Erwerbung
Ankauf, 2010
Hinweise zur Erschliessung